| Der Betreiber dieser nichtkommerziellen Webseite ist der hoch-engagierte Martin Mitchell in Australien (ein ehemaliges “Heimkind” in kirchlichen Heimen im damaligen West-Deutschland) |
(
26.08.2003 )
Antwort (vom 7.8.2003) von Martin
Mitchell aus Australien auf Pastor Wolfgang Tereicks ZWEITE
offizielle öffentliche 'Stellungnahme' als Geschäftsführer
der heutigen Diakonie Freistatt (vom 5.8.2004).
Martin
Mitchell aus Australien, schon allein aus Prinzip, weigert sich, sich
der von Bethel und Freistatt diktierten Vorgehensweise zu beugen. Er
wird einfach auch nicht zulassen, dass Bethel oder Freistatt heute
wieder versucht über ihn zu bestimmen oder versucht ihm
vorzuschreiben, wie er sich gegenüber ihnen zu verhalten hat,
oder unter welchen Bedingungen sie Diskurs mit ihm aufnehmen
werden.
Martin Mitchell aus Australien in
Antwort auf eine weitere Stellungnahme, von Seiten des
Geschäftsführers der jetzigen Diakonie Freistatt, Wolfgang
Tereick, der sich am 5. August 2003, im Gästebuch der
diakoniefreistatt.de/guest,
zum zweiten mal zum Thema "Zwangsarbeit in der
Fürsorgeerziehung" gemeldet hat.
Sehr geehrter Pastor Tereick,
( Längerer Beitrag – auf Papier, nur eine Seite )
Nehmen Sie auch Kenntnis von dem Inhalt meiner Beiträge im Bethel Gästebuch, www.bethel.de? Da gibt es viel zur Aufklärung zum Thema "jugendliche Zwangsarbeiter", besonders über "jugendliche Schwerarbeiter" "die zur körperlich sehr anstrengenden Arbeit im Moor gezwungen wurden", auch im Betheleigenen Freistätter Wietingsmoor. Auch ein anderer Beitrag im Bethel Gästebuch handelt von "Zwangsarbeit" als zutreffender Begriff für solches Handhaben mit Kindern und Jugendlichen.
Etwas zu behaupten "wider besseres Wissen", ist "absichtlich zu lügen". Wird mir auch das jetzt noch vorgeworfen?
Ich bin mir nicht bewußt auch nur mit einem einzigen Wort irgendwo behaupted zu haben, daß Sie persönlich, daß jemand von der heutigen Diakonie Freistatt, oder daß jemand von den v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel (bei Bielefeld), "die Zustände in den früheren Erziehungsheimen in Freistatt leugnen", "leugnet" oder "geleugnet haben". Falls ich da im Irrtum bin, sagen Sie mir bitte wann und wo ich das behaupted haben soll, so daß ich, falls ich im Irrtum bin, das richtigstellen kann.
Ich habe gesagt (am 31.7.2003), "Der Ausdruck 'Freiwillige Erziehungshilfe' [der damals benutzt wurde] hört sich schön an, und nur darum wurde er benutzt. Da war nichts 'freiwillig' im Freistätter Wietingsmoor; *und 'Hilfe' wurde niemandem gegeben*. Das war damals eine große Lüge [die Leuten vorgespielt wurde], und bleibt eine große Lüge auch heute noch.", im Sinne, daß sich nichts an den Fakten ändert, es bleibt immer eine Lüge, (vom Staat und den Kirchen) der damaligen Gesellschaft gegenüber sowie der heutigen Gesellschaft gegeüber, daran ändert sich nichts. Das bedeutet aber nicht, daß ich behaupte, daß heute alles geleugnet wird. Es wird einfach *nicht mit Genauigkeit darüber gesprochen* ; *es existiert eine Mauer des Schweigens darüber*. Das ist was ich behaupte. Man möchte nicht alle Einzelheiten öffentlich verbreitet sehen. Und, es scheint mir, jetzt auch, daß auch Sie das nicht möchten. Falls ich mich da geirrt habe, dürfen Sie mich richtigstellen.
Auch ist es ja so, und Sie wissen es bestimmt auch selbst, daß "die Zustände in den früheren Erziehungsheimen" überall in Deutschland, die von den "freien Trägern" (kirchlichen Wirtschaftsunternehmen!) betrieben wurden, *nicht freiwillig aufgegeben worden sind* sondern, daß dies nur durch Aufstand der Anstalts-Insassen selbst und Protesten der Außenpolitischen Opposition erziehlt werden konnte. Und auch dann dauerte es noch eine lange Zeit bis alle geschlossenen Einrichtungen dieser Art aufgegeben wurden. Wenn das nicht der Fall gewesen wäre, würden sie auch heute noch bestehen; genauso wie solche Einrichtungen auch noch bestehen würden im Osten, unter dem kommunistischen System, wenn die DDR nicht verschwunden wäre. Nun, dies sind die Tatsachen.
Was gibt es da sonst noch aufzuklären? Was den Westen betrifft, wußten die Kirchen denn vorher nicht, daß *"Zwangsarbeit"* schon immer ein Menschenverbrechen war? Wann sind die Kirchen zum ersten mal zu diesem Bewußtsein gekommen? Aber Sie und Bethel, was die *"erzwungene Arbeit von jugendlichen Schwerarbeitern in der 'Fürsorge'"* betrifft, scheinen das ja auch heute noch als damals existierende Realität total abzulehnen. Nein, genau, von dieser Position werden Sie mich nicht überzeugen können! Niemals!
Wenn es noch weiterer Aufklärung bedarf, lesen Sie bitte auch alle meine Beiträge im Bethel Gästebuch, besonders den letzten (gleiches Datum wie dieser Beitrag hier).
Von der Auslieferung Ihnen oder Bethel meines Geburtsnamens oder anderen Details von mir werde ich momentan von mehreren Stellen strengstens abgeraten, und es wäre vollkommener Wahnsinn für mich auf dem jetzig existierenden Niveau diesen Rat nicht anzunehmen und zu folgen. Die Zeit wird kommen wenn ich das machen werde, aber dann nur in aller Öffentlichkeit. Da müssen Sie sich halt noch etwas gedulden.
Ansonsten warte ich noch immer auf Beantwortung von Ihnen und Bethel aller meiner vorherigen Fragen.
Mit freundlichen Grüßen!
Martin Mitchell (Freizeit Historiker
und Forscher)
[ Erstveröffentlichung auf
dieser Webseite: 26. August 2003 ]
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