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DVD 112 / 2005: "LEBENSUNWERT – Paul Brune – NS-Psychiatrie und ihre Folgen" ca. 45 Min. Film plus 15 Min. ergänzendes Material – erhältlich vom Medienshop des Westfälischen Landesmedienzentrum – Landschaftsverband Westfalen-Lippe, Münster. |
Paul Brune NS-Psychiatrie und ihre Folgen DVD 112/2005, ca. 45 Min. Film plus 15 Min. ergänzendes Material Mehrere hunderttausend Menschen fielen den nationalsozialistischen Psychiatrieverbrechen im Zeichen der „Rassenhygiene“ und der „Vernichtung unwerten Lebens" zum Opfer. Was 1934 - auch in Westfalen - mit massenhaften Zwangssterilisationen begann, endete seit 1939 für viele mit der Ermordung in der so genannten "Euthanasie". Paul Brune hat "Glück" gehabt. Er überlebte die Mordaktionen der NS-Psychiatrie, obwohl er 1943 als Achtjähriger in die "Kinderfachabteilung" der Provinzialheilanstalt Dortmund-Aplerbeck, eine der Tötungsstationen der "Kindereuthanasie", eingewiesen wurde. Er überlebte, doch zu einem hohen Preis: die Stigmatisierung, "lebensunwert" zu sein, wurde er nie mehr los. Als angeblicher Psychopath blieb er auch nach Kriegsende gegen seinen Willen in der Psychiatrie und musste erleben, dass die Misshandlungen an Patienten dort praktisch unverändert weiter gingen. Erst 1957 hob ein Gericht seine Entmündigung auf. Paul Brune arbeitete hart für ein neues Leben: Er studierte und wollte Lehrer werden. Doch plötzlich holte ihn seine alte "Irrenhausakte" wieder ein ... Der Film "Lebensunwert" von Robert Krieg und Monika Nolte zeichnet an einem biographischen Beispiel in erschütternder Eindringlichkeit die Geschichte der NS-Psychiatrie, aber auch deren dunkle Kontinuitäten bis fast in die Gegenwart hinein, nach. Das Filmporträt Paul Brunes wird ergänzt durch ein Begleitheft, das den zeithistorischen Kontext beleuchtet, sowie durch ein Interview mit einem Psychiater, der den Blick auf die beunruhigenden aktuellen Bezüge des Themas lenkt. © Landschaftsverband Westfalen-Lippe 48133 Münster |
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